Physisch und mental gesund durch gute Stressresistenz

Der Monat Mai ist Weltweit der “Mentalen Gesundheit” gewidmet. Über die physische Gesundheit wird oft gesprochen. Die psychische, emotionale Gesundheit ist jedoch immer noch oft ein Tabuthema und mit Vorurteilen besetzt. Stressresistenz ist ein wichtiger Adaptionsmechanismus, den der Mensch entwickeln kann um sich sowohl physisch und psychisch langfristig zu schützen.

In einer Stresssituation reagiert der Körper indem das Sympathische Nervensystem aktiviert wird, was eine Reihe von Auswirkungen auf den gesamten Köper hat. Unser Körper reagiert auf die selbe Art als ob wir vor einem “Tiger” davonzulaufen versuchen.

Der Fokus des Körpers wird von Verdauung und “Reparatur” auf das periphere Muskelgewebe und Herz-Kranzgefässe umgeleitet. Blutdruck, Cholesterinspiegel und Blutzucker steigen an.

Wenn Stresssituationen länger anhalten, kann dies langfristig eine negative Auswirkung auf Körper und Psyche haben. Abgesehen von den physischen Symptomen (erhöhter Blutdruck, Blutzuckerspiegelprobleme, erhöhtes Cholesterin, Magenprobleme, Verdauungs- und Hormonstörungen ect.), kann dies zu Nervosität, Depression, Panikattacken, Schlafproblemen und dem permanenten Gefühl, dass einfach alles zu viel ist, führen. 

 

Wie kann ich mich stressresistent machen?

Kräuter

 

Adaptogene Kräuter

 Dies ist eine Gruppe von Kräutern, die dem Körper helfen, effezienter mit Stresssituationen umzugehen und ihn generell stärken. Die Wirkung ist nicht organspezifisch. Diese Tonika haben eine Breitenbandwirkung auf das Nervensystem und den Rest des Körpers. Sie senken den Blutdruck und Blutzuckerspiegel und haben eine positive Wirkung auf die Verdauung. Sie fördern die Konzentration und wurden traditionell oft bei Sportlern zur Verbesserung der Kondition verwendet. In der Traditionellen Pharmakopie sind diese Kräuter besonders hoch gepriesen. Jedes medizinische System hat eine Reihe von Adpatogenen die als oft Allheilmittel verwendet wurden.

 

  • Ashwaghanda (Withania somnifera) wird oft als der “Indische Ginseng” beschrieben. Dieses Kraut wurde vermehrt in Ayurveda verwendet um die Lebenserwartung zu verlängern, Konvalenzaufbau nach langer Krankheit oder für stillende Mütter. Es ist hormonausgleichend und blutbildend.
    • Traditionell wurde das Pulver der Wurzel in Ghee (Butter) und Honig verabreicht. Verwendung: 1-2 TL pro Tag als Kapseln, Tinktur oder Abkochung in Wasser oder traditionell mit Butter und Honig.
  • Schisandra (Schisandra chinensis) eines in meiner Praxis am häufigsten verwendeten Kräuter. Der Chinesische Name Wu Wei Zi bedeutet “Fünf Geschmäcke”. Dies deutet auf die Auswirkung auf alle 5 Wandlungsphasen (Holz, Erde, Feuer, Wasser, Metall) hin. Studien zeigen, dass Schisandra den anioixidativen Status der Mitochondrien verbessert und Leberzellen speziell beschützt, da Glutathion (eines der wichtigsten Antioxidanten im Köper) potenziert wird. Übersetzt heißt es, dass es die Zellreparatur verbessert und Zellen schützt gegen negative Einflüsse von außen und innen. Schisandra wird eingesetzt, um die mentale und physische Leistung zu verbessern, bei Asthma und Allergien.
    • 1 Teelöffel getrocknete Beeren in Wasser 5 Minuten bedeckt abkochen lassen, 5 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen pro Tag, Kann auch in eine Teemischung gemischt werden- 1/2 Teelöffel pro Tasse. Tinktur- 25-35 ml pro Woche.

 

Nervenstärker

 

Beruhigende Kräuter wie Johanniskraut, Haferstroh, Zitronenmelisse und Helmkraut sind die Klassiker, die ich in meiner Praxis verwende.

 

Beruhigende Nerventeemischung: Gleiche Teile Johanniskraut und Helmkraut, ½ Menge Zitronenmelisse und Haferstroh. 1 EL pro Tasse - 2-3 Tassen täglich.


Bild: Hummus mit schwarzem Sesam & Leinsamen
Bild: Hummus mit schwarzem Sesam & Leinsamen

Ernährung

Ausreichend essentielle Fettsäuren: Omega 3 Fettsäuren sind besonders wichtig - gute Quellen: grasgefütterte, tierische Produkte, Fisch, Eier von Hühnern, die nicht nur mit Korn und Getreide ernährt werden, Algen, Leinsamen, Chia Samen.

 

Tryptophanreiche Lebensmittel: Truthahn, Hühner, Eier und besonders wichtig für VegetarierInnen Bohnen (besonders Kidneybohnen) und Linsen.

 

 

Blutzuckerspiegel regulieren: Komplexe Kohlehydrate und Ballaststoffe mit guten Fetten mischen. Z.B. Süßkartoffelpüree mit Kokusnussöl, Hirse und Quinoa, Salate mit reichhaltigem Olivenöldressing


Siehe Rezept- Brain bossting Energiekugerl 


Viel Zeit in der Natur verbringen- 'Nature deficit disorder' ist die neue Zivilisationskrankheit. Kräuter sammeln und dann verarbeiten ist besonders ausgleichend- und effizient! 

 

Auf Genügend Schlaf, Regelmässige Bewegung, Achtsamkeit und Meditationen auch nicht vergessen!

 

 

 

 

 

 

Die Empfehlungen in diesem Blog ersetzen nicht den Arztbesuch und bei Medikamenteneinnahme vor Einnahme von Kräutern immer mit einer Fachperson absprechen.